Tango Argentino: Mitten im Herzen der Hauptstadt Argentinies

Buenos Aires, die pulsierende Hauptstadt Argentiniens, ist nicht nur für ihre lebendige Kultur, ihre köstliche Küche und ihre für mich so beeindruckende Architektur bekannt, sondern auch für ihre tiefe Verbindung zum Tango. Diese faszinierende Tanzform, die das Herz der Stadt seit Jahrhunderten erobert hat, ist ein Symbol für Leidenschaft, Ausdruck und Lebensfreude.

Und wenn man über den Tango Argentino spricht, kann man nicht umhin, den legendären Carlos Gardel zu erwähnen, eine Ikone, die untrennbar mit der Geschichte des Tangos und der romantischen Atmosphäre von Buenos Aires verbunden ist. Natürlich ist er mir auch mehrfach in der Hautpstadt begegnet.

Geboren im Jahr 1890 in Toulouse, Frankreich, zog Gardel im frühen Kindesalter mit seiner Mutter nach Buenos Aires, wo er später zu einer Legende des Tango-Genres wurde. Mit seiner charismatischen Stimme, seinem unverkennbaren Stil und seiner unvergesslichen Präsenz auf der Bühne erlangte Gardel weltweite Anerkennung und trug maßgeblich zur Popularisierung des Tangos bei. Sein tragischer Tod bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1935 ließ eine Lücke in der Tangowelt, doch sein Vermächtnis lebt weiter und inspiriert weiterhin Generationen von Tänzern, Musiker und Liebhabern des Tangos.

Folklore aus den Vororten

Der Tango Argentino, der im späten 19. Jahrhundert in den Vororten von Buenos Aires und Montevideo, Uruguay, entstand, ist eine Fusion verschiedener kultureller Einflüsse, darunter afrikanische Rhythmen, europäische Melodien und argentinische Folklore. Mit seinen leidenschaftlichen Bewegungen und seinem melancholischen Ausdruck spiegelt der Tango die Seele der argentinischen Gesellschaft wider und dient als Ausdruck von Liebe, Sehnsucht, Schmerz und Freude.

Buenos Aires ist das Epizentrum dieser faszinierenden Tanzkultur. In den Straßen von Vierteln wie San Telmo, La Boca und Abasto kann man die Klänge von Tangomusik hören, die aus den Fenstern der Cafés und Milongas strömen, während Paare elegant über die Tanzflächen gleiten. Die Tango-Szene der Stadt ist so vielfältig wie ihre Bewohner und Besucher, mit Veranstaltungsorten, die von glamourösen, historischen Tangosalons bis hin zu intimen, alternativen Milongas reichen.

Das Video zeigt einen Ausschnitt aus einer solchen Show.

Aus Kapitel 10, „Die Hand Gottes und eine Kopflänge“:

„Der Tango gehört seit 2009 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Wo, wenn nicht in der argentinischen Hauptstadt, sollte man sich also eine Milonga, eine Vorführung des Tangos anschauen?! Hier ist schließlich der Tango Argentino zu Hause.

Im La Ventana sorgt eine gediegene, dunkle Einrichtung für stilvolle Atmosphäre, an den Wänden hängen alte Schallplatten, ein Grammophon steht in einer Ecke, Weinflaschen zieren die hohen gewölbten Wände im Keller. Der kleine Saal vor der Bühne füllt sich. Edel in schwarz gekleidet, schenkt der Kellner einen Aperol Spritz ein und eröffnet damit den genussvollen Abend. Das Essen an den langen Tischen ist tatsächlich ganz köstlich.

Es ist eine Kulturperle! Die leidenschaftliche Darbietung der Tangotänzer, die sich präzise im Rhythmus der Musik bewegen, den Körper angespannt, die Beine in steter Bewegung, die Blicke fest auf den Partner gerichtet, verzaubert und reißt das Publikum spielend mit.

Begleitet werden sie von Musikern, die auf Bandoneóns spielen, erstklassigem Chorgesang, folkloristischen Einlagen, inklusive eines Solos auf einem Charango, einem gesanglich wunderbar vorgetragenen Lied aus dem Musical Evita und sogar einer fast sportlichen Showeinlage mit zwei Bolas, die gekonnte in Kreisen gewirbelt werden und dabei im Stakkato auf dem hölzernen Boden aufkommen. Ich nenne es einen argentinischen Stepptanz. Virtuos ist es alle Mal. Getanzt wird auch zu Por una cabeza, dem berühmten Tango von Carlos Gardel, dessen Titel übersetzt Wegen einer Kopflänge heißt und in dem es um verlorene Pferdewetten geht. Und die Liebe natürlich.“

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ISBN 987-3-7583-1232-8

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