Das Leben ausprobieren?

Eine Leserin meines Buches meinte kritisch, dass die Aussage „Das Leben ist dazu da, um es auszuprobieren“ doch nicht für jeden zutreffen kann. Doch eher nur für elitäre und vom Leben begünstigte Menschen.

Mein Buch soll einen Impuls senden und Mut machen. Mut machen, für sich ganz persönlich etwas zu wagen. Selbst, wenn vielleicht nicht immer ganz genau feststeht, was dabei herauskommt. Aber sich darauf einzulassen und es anzugehen, das ist die Botschaft. Dein Ziel muss es nicht sein, um die Welt reisen. Man muss überhaupt nicht reisen, wenn einem das nicht entspricht.

Sei dein Maßstab

Es gibt dafür auch keinen Maßstab. Der Maßstab ist man selbst. Für mich war es großartig, zu reisen und Menschen und Länder kennenzulernen. Ich habe lange darauf hingearbeitet, im wahrsten Sinne des Wortes. Vielleicht wolltest du schon immer einmal Tomaten auf dem Balkon anpflanzen und ihnen beim Wachsen zusehen. Jemand anderes möchte eine Sprache lernen, seine eingefahrenen Routinen durchbrechen, sein soziales Umfeld verlassen, Sport treiben, viel Geld verdienen, Bungee jumpen oder häufiger auf dem Rasen sitzen und träumen.

Was auch immer.

Es geht darum, nicht nur immer von etwas zu träumen, sondern daran zu arbeiten, dass es Realität wird. Klar, das ist nicht immer leicht. Es kommt darauf an, was es ist und in welcher Situation man sich ganz persönlich befindet. Aber die Frage ist: wie sehr will man diese eine Sache für sich erreichen oder umsetzen? Welche Priorität bekommt sie? In welchen Zeiträumen denkt man? Für sich ein Ziel formulieren und mit Menschen drüber sprechen. Damit fängt es an.

Sei verletzbar

Auch hier gilt, dass man sich verletzbar machen muss, sich vielleicht sogar Häme und Spott einfängt und trotzdem dranbleibt. Und wenn du eher der Typ bist, der das alles mit sich im stillen Kämmerlein ausmacht – auch ok. Aber Reden hilft bekanntlich auf vielen Ebenen. Letzten Endes muss man sich primär selbst ausprobieren. Über seinen Schatten springen, Mut sammeln, sich weiterentwickeln, Initiative zeigen, nenne es wie du willst. Plane, sei beharrlich (ich war es über Jahrzehnte) und sei eine Spur clever. Der Mensch findet ganz automatisch und völlig problemlos immer viele Gründe, etwas nicht zu tun. Das ist so schön einfach. Rede dir das Leben nicht selber aus.

Das Leben ausprobieren

Vielleicht ist das Resultat deines Ausprobierens nicht das, was du erwartet hast. Vielleicht scheiterst du. Aber du hast es versucht und unschätzbare und einmalige Erfahrungen auf deinem ganz persönlichen Weg gesammelt. Mit Sicherheit bist du daran gewachsen.

Aber vielleicht erreichst du dein Ziel. Stell dir das mal vor! Wäre das nicht großartig?

Man kann sich dem Ausprobieren auch gar nicht verschließen. Hast du nicht gerade gestern den neuen Blauschimmelkäse probiert? Oder versucht, pünktlich mit der Deutschen Bahn zu reisen? Du probierst aus. Ständig. Wir alle. Sei dir dessen bewusst und ziehe mal etwas hinter dem Vorhang hervor über das du immer mal wieder nachdenkst. Etwas das unerreichbar scheint. Und dann probiere es aus.

Space, the Final Frontier

Das Foto des Beitrags habe ich übrigens im Kennedy Space Center aufgenommen, in der Nähe von Orlando, FL, in den USA. Es ist beeindruckend, was der Mensch erreichen kann, wenn er sich in das Unkannte aufmacht und für sich Grenzen überschreitet. Die ersten Astronauten waren Pioniere, egal ob sie aus den USA oder der früheren Sowjetunion aufgebrochen sind. Mir nötigt das großen Respekt ab, so an die Grenzen zu gehen. Gerade an die eigenen.

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…doch mal in einem Kommentar zu diesem Beitrag, was du gerne in deinem Leben noch ausprobieren und erfahren möchtest?!

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ISBN 987-3-7583-1232-8

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