Die Bahamas – ein Traum?

Die Bahamas in der Karibik sind sicherlich ein Traum für viele Reisende. Mich hat tatsächlich meine Begeisterung für 007 James Bond dorthin geführt, denn viele Szenen der legendären Filme sind in den letzten Jahrzehnten dort gedreht worden. Die Bahamas selber bestehen aus über 700 Inseln und mein Flugziel war New Providence und dort vor allem die Hauptstadt Nassau. Denn in unmittelbarer Nähe befindet sich Paradise Island, der Strand an dem auch einige Bond-Filme gedreht wurden. Gesucht habe ich also schöne Vorlagen für meine immer hungrige Kamera. Was habe ich gefunden? Einen tollen Menschen, eine konfliktträchtige Gesellschaft, jede Menge Kreuzfahrtschiffe und natürlich die besagten hell schimmernden Sandstrände unter der intensiven Sonne. Mehr dazu im unten stehenden Auszug aus dem Buch.

Aus Kapitel 2, „Casino Royale“:

„(…) Der Gesamteindruck von Nassau bleibt ein zwiespältiger. An einem dieser Tage liegen sechs Kreuzfahrtschiffe vor Anker, deren Schornsteine selbst die Hotels in Höhe überragen. Tausende von Neuankömmlingen werden hier täglich ausgekippt. Auf einer Fläche, die keinen Quadratkilometer umfasst, spielt sich das heile touristische Leben ab. Dem Leben rechts und links davon muss man sich schon massiv verschließen, wenn man die Armut und soziale Ungleichheit nicht wahrnehmen möchte. Von Paradise Island selbst einmal ganz zu schweigen, ist das Verlassen der Nassau Street hin zur Bay Street wie das Überschreiten einer Grenze in ein unwirkliches Paradies, einem ganz eigenen Universum. Mein Bild des attraktiven James-Bond-Nassau ist jedenfalls stark relativiert worden. (…)“

Allerdings sorgen die Gespräche mit meiner bemerkenswerten bahamaischen Gastgeberin Stephanie für ein weiteres menschliches Highlight dieser Reise, wie ich sie immer wieder erleben durfte. Zwar führen wir kein offizielles Interview, sprechen aber über die Bahamas, das Leben in Nassau, unsere persönlichen Lebenswege, philosophieren über das Thema Kommunikation und anderes. Ob auf der Terrasse am Abend oder an einem der langen Strände: es bleibt Raum für meine Gedanken.

Aus Kapitel 2, „Casino Royale“:

„(…) Ram Dass, der bekannte amerikanische Professor für Psychologie und bekennender Hinduist, hat das Universum einmal als Projektion der eigenen Bedürfnisse bezeichnet. Diese Projektionen sind für mich allerdings nur logische Konsequenzen unserer Emotionen und so ist für mich jeder Mensch ein eigenes Universum.

Unsere Gedanken sind dessen Motor und es sind auch die Gedanken, die uns gegeneinander ausgrenzen. Camus schreibt zu unseren Zweifeln an der Realität:

„Wäre ich ein Baum unter Bäumen, Katze inmitten der Tiere, dann hätte dieses Leben einen Sinn oder dieses Problem hätte vielmehr keinen, denn ich wäre Teil dieser Welt. Ich wäre diese Welt, gegen die ich mich jetzt mit meinem ganzen Bewusstsein und mit meinem ganzen Anspruch auf Vertrautheit stemme. Ebendiese so lächerliche Vernunft setzt mich in Widerspruch zur ganzen Schöpfung.“

Ich lese zu Camus Zitat eine wunderbar treffende Interpretation von Annette Gall, einer Philosophin:

„Der Mensch kann die Welt nicht mehr an sich wahrnehmen, so wie sie ist, sondern muss sie in den ihm eigenen Begriffen und Formen denken. Damit hat der Mensch den Zugang zur Welt verloren und sich für die Botschaften der Welt verschlossen, kann nicht mehr mit ihr kommunizieren.“

Kommunikation, oder wie Stephanie es ausdrückt, effektive Kommunikation, die ihr Ziel auch erreicht, ist die Grundlage jedes gemeinsamen Wirkens und kommt somit zwangsläufig an ihre Grenzen. Unabhängig von der verwendeten Sprache. Somit erlebe ich eine innere Revolte, wenn mir jemand oktroyieren möchte, wie ich die Welt zu sehen oder zu deuten habe. Was richtig wäre und was falsch. Was ich zu tun hätte und was zu lassen. Was ich glauben solle und was nicht. Während der Flügelschlag eines Schmetterlings in einem Universum einen Wirbelsturm auslösen kann, so muss das in meinem nicht so sein. Vielleicht ist innerhalb der Universen tatsächlich alles determiniert und wirkt nur durch die unterschiedlichen Realitäten chaotisch. (…)“

Die Bahamas, rund um Nassau

Nassau bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für Besucher jeden Alters. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der von mir besuchten Orte, abgesehen von den Stränden:

  1. Atlantis Paradise Island: Ein riesiges Resort mit einem Wasserpark, Aquarien, einem Casino und anderen Unterhaltungsmöglichkeiten.
  2. Queen’s Staircase: Eine beeindruckende Treppe mit 65 Stufen, die in den Felsen gehauen wurde, um an die Erinnerung an die 65 Jahre der Herrschaft von Königin Victoria zu erinnern.
  3. Fort Charlotte: Eine historische Festung aus dem 18. Jahrhundert, die Besuchern Einblick in die militärische Geschichte der Insel bietet.
  4. Straw Market: Ein farbenfroher Markt, auf dem Handwerkskunst, Souvenirs und lokale Produkte verkauft werden.
  5. Pirates of Nassau Museum: Ein interaktives Museum, das die Geschichte der Piraterie in der Karibik und insbesondere in Nassau beleuchtet.
  6. Government House: Der offizielle Amtssitz des Generalgouverneurs der Bahamas, ein historisches Gebäude mit schönen Gärten, das Besuchern offensteht.

Kuchen?

Der bahamaische Rumkuchen wird oft in dünne Scheiben geschnitten und allein genossen oder mit einer Glasur aus Rum und Zucker überzogen. Er ist ein beliebtes Dessert auf den Bahamas und wird oft zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Feiertagen und Familienfesten serviert. Dieser Kuchen ist eine Hommage an die reiche Tradition des Rumherstellens auf den Bahamas, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht.

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Im Moment leben

Andreas Peters, Jahrgang 1965, waschechter Hamburger. Stolzer Vater einer wundervollen Tochter, vierfacher Unternehmensgründer mit dem Schwerpunkt IT aber auch New Work. Zweifacher Buchautor, Fotograf und auch Maler mit Ausstellungen. Ehrenamtliche Tätigkeit für die Handelskammer Hamburg in Schulen. Mehrfacher Weltreisender

(…) wobei man ja eher Weltbereisender sagen müsste. Die Welt wird ja stets größer je länger man sie bereist. Dafür habe ich immer meine Jobs an den Nagel gehängt und eine eigene Wohnung gegen Neugierde und Erfahrung eingetauscht.

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